Fraunhofer SCAI und Microsoft bringen HPC Computing in die Cloud

Die enge Forschungspartnerschaft von Microsoft Deutschland mit dem Fraunhofer Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI bringt Unternehmen Vorteile auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens und Technical Computing.

In der Cloud können sie kosteneffizient auf diskrete Optimierungs- und numerische Simulationsanwendungen zugreifen. Die getesteten Anwendungen laufen auf Windows-HPC-Clustern, welches mit Windows HPC Server 2008 R2 aktuell ein 128 Core starkes Cluster umfasst. Aufwändige Berechnungen lassen sich so auslagern.

Ein Beispiel für die Verbindung serviceorientierter Architekturen (SOA) mit SUSE Linux Enterprise Server 10.2, Red Hat Enterprise Server 5.3 und Windows 7 Client ist der vom Fraunhofer SCAI auf Basis von .NET entwickelte Cloud-Service für die Software AutoNester. Die Anwendung optimiert die automatische Anordnung von Schnittbildern auf Stoffbahnen. AutoNester verschachtelt die Teile optimal und minimiert so den Verschnitt. Führende Unternehmen der Bekleidungs- und Polstermöbel-Industrie nutzen die Software bereits zur Optimierung ihrer Produktion. Sie können AutoNester künftig als Cloud-Dienst nutzen und damit Zeit und Investitionen in eigene IT-Infrastruktur sparen.

Seit dem Jahr 2006 analysiert und vergleicht das Fraunhofer SCAI kommerzielle und freie HPC-Anwendungen wie Fluent, Abaqus und GAMESS. SCAI testet die Programme in verschiedenen Konfigurationen – zum Beispiel mit verschiedenen Netzwerken wie Infiniband und Gigabit Ethernet oder verschiedenen Node-Socket-Core-Kombinationen – sowohl auf Windows als auch unter SUSE-Linux.

Gleichzeitig baut Microsoft mit der Monitoring-Software System Center Operations Manager (SCOM) Brücken zwischen den Landschaften, indem es die gesamte heterogene Umgebung überwacht. Aktuell belegt der Prof of Concept der SCAI Studie „Interoperability and Openness in Today’s Heterogeneous IT Environments” die Windows-Linux-Interoperabilität der Überwachungssoftware „System Center Operations Manager” und des Hypervisors „Hyper-V”. In Workshops werden die Ergebnisse unter anderem auf der International Supercomputing Conference 2011 in Hamburg Industriekunden vorgestellt.

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