Wirtschaft setzt auf Sicherheit beim Cloud Computing

Die deutsche Wirtschaft setzt beim Trendthema Cloud Computing vor allem auf Sicherheit. Dies geht aus der Umfrage "Internet-Sicherheit 2011" hervor, die eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft - kürzlich vorgestellt hat.

"58 Prozent der 270 befragten Unternehmen halten den Cloud-Schutz für wichtig oder sehr wichtig", erläutert Dr. Kurt Brand, Leiter der eco Kompetenzgruppe "Internet-Sicherheit" und Geschäftsführer der IT-Sicherheitsfirma Pallas.

"Der Fokus auf Sicherheit beim Cloud Computing ist eine unmittelbare Folge der verstärkten Bedeutung dieses Themas für die deutsche Wirtschaft. Immer mehr Unternehmen nutzen Cloud Services etwa von Amazon, IBM, Microsoft oder SAP und verlangen dementsprechend nach maximaler Sicherheit für diese Dienste", erklärt Dr. Kurt Brand.

Ähnlich verhält es sich beim Mobile Computing. Smartphones, die eher als Computer denn als Handy dienen, werden bei immer mehr Unternehmen im großen Stil eingesetzt. Folglich stellt sich auch hier verstärkt die Frage nach der damit verbundenen Sicherheit. Die Umfrage der eco Kompetenzgruppe Sicherheit hat ergeben, dass 61 Prozent der Unternehmen der Sicherheit beim Mobile Computing einen hohen oder sogar sehr hohen Stellenwert einräumen.

Das Trendthema soziale Netzwerke - also Facebook, Google+, Linkedin, Twitter, Xing und Co - wirft dagegen nur bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen Sicherheitsfragen auf. Damit ist es in den letzten zwölf Monaten zwar etwas stärker in den Fokus geraten: Vor einem Jahr erachteten nur 45 Prozent der Firmen die Social Networks als sicherheitsrelevant. Die relativ niedrige Bewertung erklärt sich aus der noch zurückhaltenden Nutzung der sozialen Netzwerke im Business.

Neben diesen Sicherheitsthemen hatte eco in seiner Umfrage "Internet-Sicherheit 2011" auch nach Google Street View gefragt. Das Ergebnis: 60 Prozent der Unternehmen sehen den Straßendienst von Google als "nützlich" an.

Zur eco Umfrage "Internet-Sicherheit 2011":
An der Umfrage nahmen 270 Firmen aller Größenklassen teil, von unter 10 bis über 1000 Mitarbeitern mit Computerarbeitsplätzen, wobei die Klassen sehr gleichmäßig verteilt waren. 53 Prozent der befragten Unternehmen sind Anwender, der Rest Anbieter von Informationstechnologie. Die Teilnehmer mit und ohne Budgetverantwortung halten sich die Waage. Etwa die Hälfte der Befragten kommt aus der IT-Branche, ein gutes Viertel machen andere Dienstleistungen aus.

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