Der südlichste Callserver steht in der Antarktis

NextiraOne, realisierte erfolgreich den Aufbau des wohl südlichsten Callservers der Welt. In der Forschungsstation „Neumayer III“ wurde Ende Februar eine IP-Media-Gateway Omni PCX Enterprise-Anlage in Betrieb genommen.

Die vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung betriebenen Forschungsstation schafft die Vorraussetzungen für langfristige Forschung und ist ein wichtiger Beitrag Deutschlands für die internationale Zusammenarbeit in der Antarktis. Sie dient als Basis für wissenschaftliche Observatorien sowie als logistisches Zentrum für Inlandexpeditionen und Polarflugzeuge. Nicht nur bei dem Bauwerk sondern auch beim Betrieb werden für den Umweltschutz die höchsten Standards berücksichtigt. Den ganzjährigen Betrieb stellt ein Team von neun Personen sicher. Während des antarktischen Sommers kann die Besatzung auf bis zu 30 Personen wachsen.

Für jeden der insgesamt 30 Teilnehmer auf der Forschungsstation wurde ein Endgerät der 8er Serie beziehungsweise ein MIPT 310 für die mobile Nutzung eingesetzt. Die Anbindung der OXE an den Hauptstandtort des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven erfolgt über eine direkte Satellitenverbindung. Um für eventuelle Störungen gewappnet zu sein, wurden die Techniker des Instituts bereits im Vorfeld von NextiraOne auf den neuesten Stand gebracht, wie Projektleiter Gerold Prehn berichtet.

„Um die Kosten für dieses Projekt für alle Seiten so gering wie möglich zu halten, haben wir unser Know-how direkt an das Alfred-Wegener-Institut weitergegeben. Nicht nur die Reise-, auch die Installationskosten wären sonst in astronomische Höhen gestiegen“, beschreibt Guenther Geldszus (Solution Design NextiraOne) die administrativen Schwierigkeiten des Projekts. Die Lösung war simpel wie praktikabel: Für die Inbetriebnahme wurde die OXE in Bremen komplett aufgebaut und gestestet.

Ein Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Instituts  wurde direkt an der Anlage geschult. Einen weiteren Punkt gab es dennoch zu klären: „Aufgrund der doch großen räumlichen Distanz konnte NextiraOne einen 24 Stunden Zugriff, der sonst zum Standard gehört, nicht garantieren. Die ‚Polarstern’, Forschungs- und außerdem Versorgungsschiff für „Neumayer-Station III“, fährt nur alle sechs Monate die Forschungsstation an, was eine schnelle Reaktion zusätzlich erschwert“, gibt Gerold Prehn (Projektleiter) schmunzelnd zu bedenken.

Doch NextiraOne wäre nicht der führende Spezialist für Kommunikationslösungen, wenn das Unternehmen nicht auch hierfür eine Lösung parat hat. „Zur Erhöhung der Betriebssicherheit haben wir ein umfangreiches Ersatzteilpaket sowie individuelle Manuals und Unterlagen speziell fürs Alfred-Wegener-Institut entwickelt und zur Verfügung gestellt, um die Transparenz für die Forscher vor Ort noch weiter zu erhöhen“, zeigt Axel Hustedt, Systemspezialist, den 360°-Blick von NextiraOne auf.

Bei diesem Projekt profitiert NextiraOne auch von der jahrelangen Erfahrung mit den sogenannten „Insellösungen“ für das Alfred-Wegener-Institut. So wurde 2007 die Biologische Anstalt Helgoland und 2008 die Wattenmeerstation Sylt mit einer neuen OXE ausgestattet und per IP mit dem Hauptsitz in Bremerhaven vernetzt.

„Mit diesem Projekt zeigen wir eindrucksvoll auf, was NextiraOne selbst unter erschwerten Bedingungen in der Lage ist, zu leisten“, beschreibt Margarete Schramböck, Geschäftsführerin der NextiraOne Deutschland GmbH, die ungewöhnliche Ausgangssituation. „Das Alfred-Wegener-Institut und NextiraOne verbindet eine Geschäftsbeziehung, die seit mehr als 20 Jahren besteht. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Institut  – und weitere spannende Projekte!“  

Über das Alfred-Wegener-Institut
Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

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