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Krankenhäuser verbessern Patientenversorgung per Video

Mit der Video-as-a-Service Telemedizin von Polycom können kranke Menschen im ländlichen Raum besser versorgt werden. Ein Beispiel aus England zeigt, wie die Cloud-basierte Video-Collaboration in der medizinischen Praxis erfolgreich eingesetzt wird.

Ebenso wie in Deutschland, ist auch der ländliche Raum Englands geprägt vom Fachärztemangel und einer unzureichenden Ausstattung an Krankenhäusern und Kliniken. Zur Behandlungen mussten daher bisher schwer kranke Kleinkinder, ältere Menschen und Erwachsene, die sich beispielsweise in einer Dialysebehandlung befinden, lange Strecken zum nächsten Krankenhaus zurücklegen.

Für die Grafschaften Lancashire und Cumbria im Nordwesten Englands konnte hierfür jetzt eine Lösung gefunden werden. Denn dank der Video-as-a-Service Telemedizin von Polycom können Patienten des NHS (National Health Service) Lancashire & Cumbria einfach von zu Hause oder in der näheren Umgebung aus mit Fachärzten über Video-Link in Kontakt treten.

So ersparen sie sich lange Wege ins Krankenhaus für Routinetermine oder Gesundheitschecks. Aber auch die Krankenhäuser profitieren von dem System, denn die Kapazitäten des Personals können erhöht und damit deren Produktivität verbessert werden.

Das Video-as-a-Service-Angebot von Polycom bietet alle Vorteile der Polycom RealPresence® Plattform. Organisationen wie der National Health Service erhalten damit ganz einfach die Flexibilität und Skalierbarkeit, die sie brauchen, um eine Lösung auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen – ganz ohne lokales Setup und Kosten für Einsatz und Betrieb.

Mirko Dachwitz, Vice President Central Europe bei Polycom, sagt: „Die Beispiele des NHS zeigen: Video bietet eine gute Möglichkeit, drängende Probleme im Gesundheitswesen wie hohe Behandlungskosten, lange Anfahrtswege für Patienten, die einen Spezialisten benötigen oder den Mangel an Fachärzten speziell im ländlichen Raum zu verringern. Diese Herausforderungen sind im deutschen Gesundheitssystem ähnlich wie in Großbritannien und auch bei uns können Krankenhäuser, Ärzte und Patienten von einem Einsatz von Video profitieren. Daher arbeiten wir daran, dass auch in unserem Markt verstärkt Lösungen in diesem Bereich zum Einsatz kommen.“

Wähle D für ‘Dialyse’
Ein gutes Beispiel, wie Patienten vom Einsatz der Polycom-Lösung im Gesundheitsbereich profitieren, bietet das Chorley and South Ribble District Hospital. Patienten mit Nierenerkrankungen, die sich einer Dialyse unterziehen, müssen dazu normalerweise dreimal pro Woche für jeweils etwa vier Stunden zur Behandlung ins Krankenhaus.

Mit einem Polycom-Gerät, welches direkt bei den Patienten zu Hause installiert wird, können sie sich jedoch direkt mit den Krankenschwestern des Chorley and South Ribble District Hospitals über Video verbinden. So können sie die Dialyse-Behandlung nach einer Einführung von zuhause aus selbst durchführen, ohne dazu den langen Weg ins Krankenhaus auf sich nehmen zu müssen. Gleichzeitig sind die Schwestern des Chorley and South Ribble District Hospitals mit ihrem professionellen Rat und ihrer Unterstützung nur einen Videoanruf entfernt.

„Man muss nur einen Knopf drücken und schon ist man mit einer Krankenschwester verbunden, die einem bei jeglichen Problemen zur Seite steht“, erklärt Emma Slater, deren Vater seine Dialyse-Behandlung von zu Hause durchführt.

Mit Hilfe der Echtzeit-Telemetrie haben Ärzte im Krankenhaus den vollen Überblick über die generellen Fortschritte des Patienten sowie über den aktuellen Status der Behandlung, während der Patient selbst von zu Hause aus die Dialyse durchführt. Und falls während der Behandlung Bedenken bezüglich der Telemetrie-Anzeige auftreten, kann der Patient sofort per Videoanruf kontaktiert und sein Status kontrolliert werden. Weiterhin können Ärzte beratend zur Seite stehen und dem Patienten helfen, so dass er sich während der Dialyse wohler fühlt. Und falls nötig kann schnell ein Notarzt organisiert werden.  

Scott Rayner, IT Manager bei Lancashire Teaching Hospitals NHS Foundation Trust, ist verantwortlich für den Anschluss des IT-Systems an die Dialyseeinheit und erklärt: „Die Verwendung von Video-as-a-Service von Polycom hat sich für uns als echter Vorteil erwiesen. Insbesondere die sofortige Verfügbarkeit von Support und Infrastruktur war toll. Wir haben außerdem sichere und zuverlässige Netzverbindungen zwischen dem Haus der Patienten sowie dem Krankenhaus, was entscheidend ist.“

Auch das Alder Hey Kinderklinikum setzt Polycom Video-Lösungen ein, um seinen Patienten lange Anfahrtswege ins Krankenhaus zu Untersuchungen zu ersparen. Über Video können sie bei Ärzten in ihrer Nähe in Behandlung gehen und dieser kann bei Bedarf die Spezialisten der Kinderklinik hinzuziehen.

Dr. Ram Kumar, Facharzt für pädiatrische Neurologie an der Alder Hey Klinik, ist beeindruckt von der Zeitersparnis, die sich dank des Systems für Ärzte und Patienten ergeben hat: „Die Kapazitäten der Alder Hey Kinderklinik sind zu nahezu hundert Prozent ausgelastet. Wir sind daher für jede Technologie dankbar, die zur Verbesserung unserer Pflegetätigkeiten beiträgt."

„Pro Jahr haben wir etwa 270.000 Patienten, die ambulant behandelt werden. Darunter sind viele Kinder, die häufig nur für eine zehn-minütige Untersuchung vorbeikommen und dafür aber eine sechs-stündige Anreise in Kauf nehmen mussten. Es ist hervorragend, dass ihnen diese Umstände zukünftig erspart bleiben."

Schnelle Diagnose über Video bei Schlaganfall
Das erste Projekt, bei dem der NHS Video einsetze, war „Telestroke”. Über Video kann die Diagnose bei möglichem Schlaganfall von Spezialisten deutlich schneller gestellt werden, so dass die Patienten viel schneller die notwendige Behandlung bekommen. Das Projekt war ein voller Erfolg: Tausende Leben von Patienten mit Schlaganfall konnten mit Hilfe der Video-Lösungen von Polycom gerettet und zudem pro Jahr Kosten von 6,5 Millionen Pfund eingespart werden.

Gus Hartley, Leiter des North West Share Infrastructure Service at Lancashire Care Foundation Trust und entscheidend an der Einführung der Video-Technologie in der ganzen Region beteiligt, sagt: „Für uns war die Qualität der Video-Übertragung sehr wichtig, damit Techniker und Ärzte problemlos mit dem Patienten sprechen können. Aber auch die Übertragung in Echtzeit von den Patienten zuhause ins Krankenhaus war ein wichtiges Kriterium. So können wir unseren Patienten unsere Dienstleistungen in höchster Qualität anbieten – und sie wissen das Angebot so sehr zu schätzen, dass sie sich mittlerweile gar nicht mehr anders vorstellen können.“

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