Personalisierung entwickelt sich zu einer Art „heiliger Gral“

Laut dem aktuellen Adobe Report „Context is Everything“ sind 89 Prozent der deutschen Marken-verantwortlichen in großen Konzernen der festen Überzeugung, dass größtmögliche Personalisierung für den Erfolg ihres Unternehmens wichtig ist.

Das Problem bei der Sache: Nur 42 Prozent sehen sich derzeit in der Lage, den von ihnen angestrebten Personalisierungsgrad auch wirklich anzubieten.

Damit ist Deutschland anderen europäischen Märkten zwar weit voraus (35 Prozent in der Schweiz und Frankreich, 30 Prozent in Großbritannien, 23 Prozent in den nordischen Ländern und nur 22 Prozent in den BeNeLux-Ländern), dennoch besteht auch hierzulande eindeutiger Nachholbedarf.

Dies ist das Ergebnis des aktuellen Reports „Content is Everything“, den Coleman Parkes im Auftrag von Adobe in insgesamt sechs europäischen Märkten durchgeführt hat.

Deutschland steht an der Schwelle zu einer bedeutenden KI-Investitionsphase
Als zentrale Gründe für die unzureichende Personalisierung machen die befragten deutschen Marken vor allem das Problem aus, vorliegende Daten nicht schnell und effektiv genug verarbeiten zu können (52 Prozent), sowie die Daten sinnvoll zu sammeln, zu strukturieren und zu integrieren (44 Prozent).

Fast die Hälfte der deutschen Großunternehmen (49 Prozent) sieht nicht zuletzt die neue DSGVO als einen Faktor, der ihre Personalisierungspläne temporär zurückhält. Und genau an dieser Stelle kommt KI ins Spiel: Knapp ein Drittel der deutschen Marken (31 Prozent) setzt KI bereits in 2018 ein.

Bis Ende 2019 werden 48 Prozent der deutschen Unternehmen KI zum Einsatz bringen. Spätestens bis Ende 2020 wollen 93 Prozent KI nutzen, um große Datenmengen schnell zu analysieren und daraus umsetzbare Erkenntnisse für ebenso personalisierte wie DSGVO-konforme Werbung, Kommunikation und Kundenerlebnisse abzuleiten.

Technologische und ethische Kompetenzen stehen im KI-Zeitalter hoch im Kurs
Um den Erfolg ihrer Investitionen in KI abzusichern, setzen deutsche Marken einen klaren Fokus auf die Rekrutierung neuer Talente und die Weiterbildung ihrer bestehenden Mitarbeiter:

  • 65 Prozent stellen neue Mitarbeiter ein, um sicherzustellen, dass das Unternehmen über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt, KI gewinnbringend einzusetzen.
  • 69 Prozent bilden ihre derzeitigen Mitarbeiter im Einsatz von KI aus.
  • IT-Kenntnisse (60 Prozent), ethisches Bewusstsein und technologisches Verständnis (54 Prozent) sowie Kundenservice (53 Prozent) sind die drei wichtigsten Kompetenzen, unter deren Berücksichtigung deutsche Unternehmen derzeit neue Mitarbeiter einstellen.
  • Ethisches Bewusstsein und technologisches Verständnis (65 Prozent) haben oberste Priorität bei der Schulung der derzeitigen Mitarbeiter, gefolgt von Marketingkompetenz (60 Prozent) und Kundenservice (58 Prozent).

Über die Studie:
Das Forschungsunternehmen Coleman Parkes wurde von Adobe beauftragt, 600 hochrangige Entscheider aus der Wirtschaft zu befragen, darunter jeweils 100 Teilnehmer aus den folgenden europäischen Ländern/Regionen: BeNeLux, Frankreich, Deutschland, Nordische Länder, Schweiz und Großbritannien.

Die Interviews fanden zwischen dem 21. August und dem 12. September 2018 statt. Die vollständigen Umfrageergebnisse erscheinen im Bericht „Context is Everything“, den Adobe im November 2018 veröffentlicht.