IBM PureSystems-Familie leitet nächste Computing Ära ein

Mit einer neuen Produktkategorie, den “Expert Integrated Systems”, leitet IBM eine neue Ära des Computings ein. Diese neue Produktfamilie verfügt als Erste überhaupt über ein eingebautes Expertenwissen, das auf der jahrzehntelangen IBM Erfahrung im IT-Betrieb basiert.

Die neue IBM Expert Integrated Systems-Familie mit dem Namen IBM PureSystems ist das Ergebnis einer Zwei-Milliarden-Dollar-Investition in Forschung, Entwicklung und in Akquisitionen der letzten vier Jahre. Ziel war dabei, alle benötigten physischen und virtuellen IT-Elemente, Hardware wie Software, in einer Systemlösung zu integrieren. Zentrale Elemente zum System stammen dabei aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum.

"Heute stellt IBM die PureSystems-Famillie vor, eine bahnbrechende neue Familie von IT-Systemen mit integriertem Expertenwissen. Kein anderer IT-Anbieter hat etwas Vergleichbares." sagt Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung, IBM Deutschland. "Die Neuvorstellung ist das Ergebnis der Arbeit von 5000 Mitarbeitern aus 17 Laboren und einer vierjährigen Entwicklungszeit.

Jetzt wird es für unsere Kunden möglich, Anwendungsprofile für neue Geschäftsanforderungen direkt aus dem Web zu beziehen und innerhalb weniger Stunden einsatzbereit zu haben. Dies ist eine neue Ära von Smarter Computing, bei der IBM als Technologie- und Transformationspartner unser verdichtetes Wissen aus zigtausend Projekten Kunden nahe bringt ."

Die neue System-Familie bietet Kunden eine Alternative gegenüber dem heutigen Enterprise-Computing-Modell, bei dem multiple, disparate Systeme einen höheren Aufwand bei der Einrichtung und Pflege erfordern.

Mit der Einführung der PureSystems-Familie stellt IBM drei wesentliche Neuerungen vor, die Unternehmen helfen können, Komplexität und Kosten im IT-Betrieb zu reduzieren:

Scale-In-System-Design: Mit den PureSystems stellt IBM ein neues Konzept im System Design vor, das Server, Speicher und Netzwerkkomponenten in einer hochautomatisierten, einfach zu verwaltenden Maschine integriert. Das Scale-In-Design ermöglicht eine höhere Integrationsdichte – PureSystems können bis zu zweimal so viele Anwendungen fahren wie bisherige Technologie. Sie verdoppeln damit die Compute-Leistung pro Fläche im Rechenzentrum.

Patterns of Expertise: Erstmals integriert IBM Branchen- und Technologiewissen durch eine neue Software, die es dem System ermöglicht, zeitaufwendige elementare Aufgaben wie Konfiguration, Upgrade und Application-Requirement-Handling automatisiert auszuführen.

Cloud Ready Integration: Bereits bei Anlieferung sind alle PureSytems-Familienmitglieder für die Integration in die Cloud vorbereitet. Damit können Unternehmen sofort private Self-Service-Clouds aufbauen, die automatisch skalieren können.

Die IBM PureSystems-Familie
Das IBM PureFlex™ System kombiniert Server-, Storage- und Netzwerkressourcen in einer hoch automatisierten, sicheren und einfach zu verwaltenden Maschine. Das IBM PureApplication™ System nutzt erste wiederholbare Software-Patterns (Muster) und branchenspezifische Prozesse, die sich aus jahrzehntelanger Zusammenarbeit der IBM Experten mit Kunden und Geschäftspartnern abgeleitet haben.

"Mit der jetzigen Ankündigung stellt IBM ein neues Niveau an Systemintegration vor: IT-Systeme mit integriertem Expertenwissen. Diese neuen Systeme nutzen unsere gesamte vorhandene Expertise, setzen auf Integration als Designprinzip und bieten eine einfache und schnelle Einsetzbarkeit, um die Wirtschaftlichkeit von IT im Unternehmen fundamental zu verbessern.

Damit läßt sich nicht nur der laufende IT-Betrieb revolutionieren; das gesamte Unternehmen kann vom unmittelbaren Zugang zum kollektiven Wissen aus tausenden von Projekten und der damit verbundenen Erfahrung profitieren", sagt Andreas Wodtke, Vice President Systems and Technology Group, IBM Deutschland.

Aufwand für Installation und Wartung drastisch reduziert
Seit über 100 Jahren entwickelt IBM Technologie mit dem Blick auf geschäftliche Herausforderungen. Eine wichtige Herausforderung für viele Unternehmen weltweit derzeit ist, die hohen Kosten für die Bedienung und Wartung der IT zu senken. Diese können 70 Prozent oder mehr des Budgets einnehmen, so dass nur wenig Investitionsmittel für Innovationen übrig bleiben.

Gemäß einer aktuellen Studie von IBM und IDC überschreiten zwei Drittel der IT-Projekte in Unternehmen sowohl das Budget als auch den Zeitplan. Zudem wurde festgestellt, dass nur eine von fünf IT-Abteilungen in der Lage ist, Zeit und Geld für echte Innovationen aufzubringen.

Der Zeitaufwand für die Planung, Beschaffung und Bereitstellung beispielsweise einer Infrastruktur einer typischen Web-Anwendung kann sechs Monate betragen. Mit PureSystems kann dieselbe Aufgabe in weniger als 10 Tagen abgeschlossen werden.

Der Grund dafür: eingebautes operatives Know-how im System, tief greifende Integration von Servern, Storage- und Netzwerk für verbessertes IT-Management; abgestimmte Ausrichtung der Anwendungen, Middleware und Hardware; und bereits integrierte Unterstützung für Cloud Computing.

Die IBM PureSystems-Technologie mit ihrem neuen Scale-In-Design stellt einen wichtigen Fortschritt in der Entwicklung der IT dar und spricht den wirtschaftlichen Wert der IT-Ausgaben an. Durch die Bereitstellung von integrierten Systemen, maßgeschneidert für Branchen und Unternehmensbereiche, entfernt IBM viel von der Komplexität, der Organisationen beim produktiven Einsatz von Informationstechnologie ausgesetzt sind.

Die PureSystems können Kunden dabei helfen, Zeit und Geld einzusparen, um sich auf Innovation und die dringenden To-Dos zu konzentrieren, die viele Unternehmen nicht angehen, weil die Kosten und der Personalbedarf in den traditionellen Rechenzentren stetig steigen.

"Bei den PureSystems handelt es sich um sehr viel mehr als nur ein statisches Rack an vorintegrierten Komponenten wie Server, Speicher, Netzwerke, Systems Management- und weiteren Anwendungs- und anwendungsnahen Softwarekomponenten. Sie integrieren Expertise in einer Form, die Unternehmen dabei hilft, neue IT-Systeme um ein vielfaches effizienter und schneller sowie zielgerichtet für Geschäftsaufgaben einzusetzen, als dies bisher machbar war.", ergänzt Ivo Körner, Vice President Software Group, IBM Deutschland GmbH.

Scale-In-Design – Technologie des 21. Jahrhunderts
IBM vereint mit dem neuen Scale-In-Design alle kritischen Bestandteile, die in heutigen Rechenzentren erforderlich sind, wie beispielsweise Netzwerke, Speicher, Rechner und Management, und stellt ein Single-View-Management-System dazu bereit.

Das Ergebnis ist ein System, das intuitiv zu installieren und weit günstiger in der Instandhaltung ist. Zum Beispiel wird für den Aufbau bis hin zur Nutzung von PureSystems nur circa ein Drittel der Zeit im Vergleich zu heutigen Technologien benötigt. Dazu beigetragen haben auch Teams aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum, die zentrale Bausteine für die Einbindung des Systems in SAP-Umgebungen, des Chassis-Management sowie DB2-Monitoring beigesteuert haben.

Diese Art der tief greifenden Integration ermöglicht die automatische, praktisch sofortige Skalierung von PureSystems-Systemen bei Compute-Ressourcen, Networking und Storage. Jedes PureSystems-Chassis kann in tausende von virtuellen Maschinen aufgeteilt werden - bis zu zweimal mehr als bisherige Systeme – was zu bis zu 70 Prozent reduzierbaren Softwarelizenzkosten führen kann.

Die automatisierte und hoch virtualisierte Speicherschicht der PureSystems kann bis zu 98 Prozent schneller bereitgestellt werden. Die Folge: Eine bis zu 45-prozentige Kosteneinsparung beim IT-Budget. IBM PureSystems können über eine einzige Konsole verwaltet werden.

Verdichtetes Expertenwissen - "Pattern" bündeln das Know-how von IBM und Partnern
Im Mittelpunkt der PureSystems steht ein neuer Softwareansatz, mit dem operatives Know-how und Expertise direkt in die Systeme eingebaut werden kann. Die „Patterns of Expertise“ sind ein erstmaliger Ansatz, der Technologie-Expertise in vielfach verwendbare, downloadbare Pakete verwandelt. Die Patterns sind in drei Kategorien erhältlich:

IBM Patterns: Werden bereits bei der Herstellung eingebaut und basieren auf dem Wissen, das von erfahrenen IT-Managern, Ingenieuren und Technologie-Experten der IBM zusammengetragen worden ist. Dieser Satz an Patterns automatisiert zeitaufwendige Aufgaben wie Konfiguration, Bereitstellung und laufende Aktualisierungen. Anwendungen, für die bisher Tage benötigt wurden, um sie zu implementieren, können jetzt binnen Minuten bereitgestellt werden.
 
ISV Patterns: IBM hat mit mehr als 100 unabhängigen Software-Anbietern zusammengearbeitet, um Anwendungen bereitzustellen, die „PureSystems Ready“ zertifiziert sind. Der PureSystems Online-Katalog von ISV-Patterns vereinfacht radikal die Implementierung und Verwaltung von Anwendungen. Zum Beispiel kann ein Customer Relationship Management-Programm, das normalerweise drei Tage für die Bereitstellung benötigt, jetzt in weniger als einer Stunde bereitgestellt werden.

Kunden-Patterns: IT-Organisationen können ihr Wissen über ihre eigenen selbst entwickelten Anwendungen in ein Pattern packen. Als Ergebnis kann beispielsweise ein Unternehmen in neue Märkte expandieren, auch wenn IT-Expertise in der neuen Region oder dem neuen Markt noch nicht vollständig vorhanden sind.

Gebaut für die Cloud
Eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value hat ergeben, dass 90 Prozent der Organisationen planen, dass sie in den nächsten drei Jahren ein Cloud-Modell einsetzen oder nutzen werden. Trotz des Interesses am Übergang zu einem Cloud-Computing-Modell, kämpfen viele Unternehmen noch immer mit Herausforderungen wie der Integration der richtigen Bestandteile, Berücksichtigung der Sicherheit und Kontrolle der Nutzung der Technologie.

Mit PureSystems hat IBM einen wichtigen Schritt zur vollständigen Integration aller Technologie-Komponenten gemacht, die nötig sind, um ein privates Cloud-System in wenigen Minuten funktionsbereit zu machen. Durch die Kombination der virtualisierten Server, Speicher und Netzwerkkomponenten des PureSystems mit Cloud-Management-Software besitzen IT-Organisationen eine ready-to-go "Cloud-System in a box"-Lösung – die eine grundlegende Private-Cloud-Umgebung zur Verfügung stellt und die erweiterbar ist.

Um den Einsatz der Cloud deutlich zu beschleunigen, hat IBM eine Cloud Self-Service-Schnittstelle direkt in PureSystems eingebaut, so dass beispielsweise ein Anwender aus der Marketing-Abteilung die Selbstbedienungsfunktion nutzen kann, um eine Cloud-Umgebung zu konfigurieren, ohne Hilfe von der IT-Abteilung zu benötigen. PureSystems reagiert auf die Bedürfnisse der laufenden Anwendungen und Dienste und trifft Entscheidungen über die bestmögliche Bereitstellung von IT-Ressourcen, während es gleichzeitig für höchstmögliche Effizienz, Leistung und Kontrolle sorgt.

Darüber hinaus nutzt PureSystems auch einige der grundlegenden Technologien und Software-Bestandteile, die auch in IBM SmartCloud Services-Angeboten verwendet werden. Das Ergebnis ist, dass Anwendungsentwickler IBM SmartCloud Services für Erstellung und Test neuer Anwendungen einsetzen können - und sie dann nahtlos in eine Private Cloud überführen, die mit Hilfe von PureSystems erstellt wurde.

Für die Zukunft plant IBM eine noch engere Verbindung der PureSystems zu IBM SmartCloud, um Kunden bei der Verwirklichung ihrer Hybrid-Cloud-Strategie zu unterstützen. Zum Beispiel könnten Kunden im Falle einer Kapazitätsüberlastung durch Lastspitzen automatisch entgegenwirken, indem sie auf IBM SmartCloud-Ressourcen zurückgreifen und ihre auf PureSystems basierte Private Cloud erweitern.

„IBM PureSystems bieten großartige Vorteile für die IT unserer Kunden, welche durch IBM Global Technology Services unterstützt werden. Signifikant reduzierte Betriebskosten und kurze Deploymentzeiten von Systemen und Anwendungen resultieren in einem schnellen Return on Invest. Die Integration von PureSystems in die IT-Strategie, Unternehmensarchitektur und Betriebsabläufe begleiten wir ebenso, wie wir alle Vorteile in RZ- und IT-Optimierungsprojekten und IT-Transformationen unserer Kunden einfließen lassen“, fügt Christian Noll, General Manager, Global Technology Services, IBM Deutschland, hinzu.

Preise und Verfügbarkeit
IBM PureSystems werden mit POWER7-Prozessor oder Intel-Prozessor verfügbar. Sie werden vier Betriebssystemumgebungen unterstützen. Zwei Modelle werden voraussichtlich bereits im zweiten Quartal 2012 erhältlich. Preise beginnen ab ca. 100.000 $ (US-Listenpreis).

Qualifizierte Kunden, die sich für eine Finanzierung entscheiden, können einen 90-tägigen Aufschub bei ihrer ersten Zahlung nutzen. IBM Global Financing bietet flexible Finanzierungsmöglichkeiten und ermöglicht den Kunden ein Leasing mit niedrigen Raten für PureSystems ohne Vorab-Kosten. Die Finanzierung von PureSystems ermöglicht Kunden, Budgets durch berechenbare Zahlungen leichter zu verwalten.

IBM hilft Kunden bei der Auswahl der richtigen PureSystems-Lösung und bei der verantwortungsvollen Entsorgung ihrer bestehenden Anlagen. IBM Global Asset Recovery Services kann Altgeräte zurücknehmen, auch die anderer Hersteller, wenn der Kunde sich für eine Migration auf IBM PureSystems entscheidet.