Cloud Foundry legt weiterhin Fokus auf Interoperabilität

Die Cloud Foundry Foundation gab die Zustimmung zu zwei neuen Projekten zur weiteren Integration von Kubernetes mit Cloud Foundry-Technologien bekannt. Bei den neuen Projekten handelt es sich um Eirini und CF Containerization.

Zwei der Cloud Foundry-Project Management Committees (PMCs), die das Plattform-Engineering der Open-Source-Projekte überwachen, haben den beiden Projekten zugestimmt.

CF Containerization ist ein Incubator-Projekt im PMC BOSH, Eirini ein Incubator-Projekt im PMC Application Runtime. Das dem PMC Extensions zugeordnete Cloud Foundry Container Runtime (CFCR) wurde auf dem European Summit im vergangenen Jahr angekündigt und profitiert ebenfalls von Kubernetes.

„Eirini und CF Containerization sind die jüngsten Beispiele für den Ansatz, den die Cloud Foundry Community verfolgt, um den künftigen evolutionären Kurs der Plattform stetig auszuloten“, so Chip Childers, CTO, Cloud Foundry Foundation.

„Entwickler haben ihren Wunsch nach einem einfachen, agilen und flexiblen App-Bereitstellungsverfahren für den raschen Übergang vom Code in die Produktion – wie es Cloud Foundry Application Runtime ermöglicht – klar und deutlich zum Ausdruck gebracht.“

„Außerdem gibt es eine Vielzahl von Use Cases, in denen die Bereitstellung und das Management von in Containern gepackter Software von geschäftskritischer Bedeutung ist. Diese neuen Projekte stehen für weitere Ansätze zur Kopplung von Kubernetes und Cloud Foundry-Technologien.“

Eirini, von IBM vorgeschlagen, und mit Beiträgen von IBM, SUSE und SAP, arbeitet daran, dass Betreiber und Produktanbieter Kubernetes als Container Scheduler für Cloud Foundry Application Runtime nutzen können.

Container Scheduler entwickeln sich zunehmend zu einem Massenprodukt, und für zahlreiche Unternehmen ist Kubernetes Standard geworden. Das Projekt Eirini zielt darauf ab, Softwareentwickler mit einem einfachen „cf push“ in die Lage zu versetzen, eine App in die Produktion zu überführen - auf Kubernetes.

CF Containerization, ursprünglich von SUSE entwickelt und der Foundation gespendet, wurde konzipiert, um Cloud Foundry BOSH-Releases in Container zu packen und diese Container in Kubernetes bereitzustellen. Dieses Projekt soll es Betreibern ermöglichen, Cloud Foundry Application Runtime in vorhandenen Kubernetes-Clustern bereitzustellen.

CFCR, von Google und Pivotal entwickelt und gespendet, ist der Ansatz, den die Cloud Foundry Community zur Bereitstellung und Verwaltung von Kubernetes-Clustern mittels BOSH (Toolchain für Release Engineering) verfolgt. Das Projekt vereinfacht und flexibilisiert die Bereitstellung und die Verwaltung von Containern in einer Enterprise-Umgebung.

CFCR, Eirini und CF Containerization, das ist noch nicht alles. Die Cloud Foundry Community hat den Wunsch des Endbenutzers nach einer einheitlichen Erfahrung zwischen Applikations- und Container-Plattformen aktiv aufgegriffen.

Es gibt inzwischen Projekte mit Fokus auf Shared Logging und Metriken, Unified Networking mit Technologien wie Istio, und Open Service Broker API (OSBAPI)-konforme Service-Katalog-Synchronisation.

Neulich wurde die ursprünglich durch Cloud Foundry und Heroku bekannt gewordene Buildpack-Technologie als Incubator-Projekt in die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) – Anbieter von Kubernetes – aufgenommen.