Die SEN Group führt bei ESMT das Management von Netz, IT und Telefonen zusammen

In einem ersten gemeinsamen Projekt realisieren die kürzlich in einem Joint Venture zusammen- geschlossenen Firmen Siemens Enterprise Communications und Enterasys Networks bei der European School of Management and Technology eine gemeinsame Lösung.

Im IP-Zeitalter ist die Konvergenz von Sprache und Daten längst Realität, von der Netzinfrastruktur bis hinauf zur Ebene der Anwendungen und Services für Unified Communications (UC). Eine Ausnahme machte bislang die Verwaltung und Administration von Endgeräten. Hier sind isolierte Managementsysteme für IT-Endgeräte und Telefone die Regel. Dabei lassen sich die Grenzen auch auf dieser Ebene ohne großen Aufwand überwinden, wie das seit Gründung der Siemens Enterprise Communications Group (SEN Group) am 1. Oktober 2008 erste gemeinsame Projekt von SEN und Enterasys zeigt. Die Lösungen beider Schwesterunternehmen sind konsequent standardkonform und unterstützen Service-orientierte Architekturen (SOA). So konnten die Professional Service-Experten der SEN Group alle Elemente einfach per Webservices zusammenführen. Dadurch wurden bei der ESMT viele Prozesse automatisiert und mit einer übergreifenden Sicherheitsarchitektur eine wichtige Voraussetzung für UC geschaffen.

Grenzüberschreitende Architektur
Die ESMT wurde im Oktober 2002 durch die Initiative von 25 führenden Unternehmen und Verbänden als internationale Management-Hochschule mit europäischem Fokus gegründet. Im Januar 2006 bezog sie ihr neues Domizil im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR. Die geschichtsträchtigen Räume für die circa 160 Mitarbeiter, 90 Teilnehmer an MBA-Studiengängen und circa 2000 Teilnehmer der Weiterbildungsprogramme pro Jahr wurden mit modernsten IT- und Kommunikationslösungen ausgestattet. Mit der Anfang 2009 realisierten integrierten Managementlösung erhalten die Administratoren der Berliner Hochschule nicht nur eine 360 Grad-Sicht über die gesamte ITK-Umgebung und eine grenzüberschreitende Sicherheitsarchitektur. Die Lösung ermöglicht neben der Erkennung des Standorts eines Endgerätes eine automatische Inventarisierung und Konfiguration, sowie zahlreiche sicherheitsrelevante Maßnahmen, wie etwa die Autorisierung oder die Identifizierung nicht regelkonformer Endgeräte. Die Fehleralarmierung und -behebung erfolgt automatisch und in Echtzeit. Als besonders praktisch erweist sich die Lösung bei internen Umzügen oder dem Einrichten von Telefonen für neue Mitarbeiter und Teilnehmer der MBA-Programme.

Die Mauer muss weg
Zuvor galt es, die Grenzen zwischen IT-, Netzwerk- und Telefonverwaltung aufzuheben und Elemente von Enterasys und SEN mit Hilfe der Managementplattformen zusammenzuführen. Integriert wurden Netzwerkmanagement- und Network Access Control-Lösungen (NAC) von Enterasys und das HiPath Management für die Verwaltung der IP-Kommunikationsplattform und der IP-Telefone von SEN. Über einen Webservice werden Informationen zweier Datenbanken in Echtzeit und Event-basiert abgeglichen: einerseits die vom NAC-Controller erhobenen Endgerätedaten wie Switch, Switchport, MAC- und IP-Adresse, über die auch eine Zuordnung zu Raum und Gebäude möglich ist, und andererseits die vom DLS-Server des HiPath-Managementsystems gelieferten telefonspezifischen Informationen wie zum Beispiel die Rufnummer.

Open Communications
„Enterasys und Siemens Enterprise Communications waren bei uns schon von Anfang an im Boot. Die Zusammenarbeit mit beiden ursprünglich eigenständigen Unternehmen hat immer hervorragend funktioniert, da ist man offen für innovative Vorschläge. Das Konzept eines integrierten ITK-Managements aus einem Guss hat uns überzeugt“, so Thomas Giese, IT Network Services von der ESMT. „Dank der Offenheit und Integrationsfähigkeit sowohl der SEN- als auch der Enterasys-Systeme war denn auch nicht viel Aufwand nötig. Den Professional Service-Experten ist es gelungen, in nur einer Woche ein übergreifendes Managementsystem umzusetzen, das uns viel Arbeit erspart und die Kommunikation zugleich sicherer macht.“ Die Unterstützung offener Technologiestandards und kooperativer Konzepte wie SOA sind zentrale Elemente des Open Communications-Ansatzes der SEN Group.

„Bei dem Projekt kamen die Vorteile des Open Communications-Ansatzes voll zum Tragen. Natürlich freuen wir uns besonders, dass bei der ESMT sowohl Systeme von Siemens Enterprise Communications als auch von Enterasys zum Einsatz kommen und wir zeigen konnten, wie gut sich unsere Portfolios ergänzen und Synergien in kurzer Zeit in Kraft treten“, so Andreas Seum, Vice President Professional Services & Solutions Converged Networks & Security von der SEN Group. „Wir bieten alles aus einer Hand: Kommunikationssysteme, -anwendungen und -endgeräte ebenso wie Netzwerk- und Sicherheitslösungen und Managementsysteme, aber eben auch eine Fülle von Managed und Professional Services. Und das so offen, dass auch Elemente anderer Hersteller einbezogen werden können, vorausgesetzt, dass sie standardkonform sind. Der Kunde bleibt also flexibel. Auch das ist ein Vorteil von Open Communications.“

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