Internet der Dinge und die Logistik

Zu den bevorstehenden Herausforderungen der Logistikbranche gehört es, dem Kunden höherwertige Dienstleistungen bereitzustellen und ihn damit noch enger an den Anbieter zu binden. Wer künftig Güter bestellt, bekommt schnellere, genauere und flexiblere Dienstleistungen, die sich in Echtzeit an veränderte Bedingungen anpassen.

Jeder Anbieter im Logistik-Markt, der sich von seinen Mitbewerbern absetzen möchte, wird nicht umhin kommen, seine Prozesse noch effizienter und flexibler als bisher abzubilden. Dazu ist es unumgänglich, sowohl horizontal als auch vertikal transparent und digital zu kommunizieren. Horizontal bezieht sich dabei auf die unternehmensübergreifende Lieferkette, die in aller Regel multimodal ist, also den Land-, See- und Luftverkehr umfasst, und sich somit über mehrere Unternehmen erstreckt.

Die Auswertung der gewonnenen unternehmensübergreifenden Informationen in Echtzeit erlaubt es beispielsweise, auf Engpässe oder Probleme proaktiv zu reagieren. Vertikale Transparenz beschreibt hingegen die Informationsverarbeitung innerhalb eines Unternehmens, die in aller Regel auf einer heterogenen und vielschichtigen Anwendungslandschaft aufbaut. Schnittstellen sowie Nachrichtenflüsse müssen entsprechend gründlich überwacht werden, um Verzögerungen in der Informationsbereitstellung zu verhindern.

Logistik – Chancen nutzen und Risiken minimieren
Das Internet der Dinge zieht zunehmend in der Logistik ein. Mit Hilfe von Sensortechnologien wie RFID oder Bluetooth wird es möglich, den Verlauf einer Lieferung in Echtzeit verfolgen und damit auch korrigieren zu können. Die Fähigkeit, Sendungen bereits am Tag der Bestellung zuzustellen, wird immer verbreiteter werden, da Hersteller, Händler und Logistiker enger kooperieren. Diese intensive Zusammenarbeit mit feingranularer Informationsbereitstellung steigert sukzessive die Liefergeschwindigkeit und erlaubt Prognosen über den gesamten zukünftigen Lieferprozess.

Informationsverarbeitung in Echtzeit
Diese wünschenswerte Flexibilität setzt voraus, dass alle notwendigen Informationen digital vorliegen. Nur dann können sie effizient und nahtlos weiter verarbeitet werden. Zwischen Lieferanten und Logistikunternehmen muss sich ein Informationsaustausch des „Gebens und Nehmens“ entwickeln, damit alle Beteiligten einer solchen Wertschöpfungskette profitieren.

„Es geht darum, sehr viele und unterschiedliche Daten in Echtzeit zu sammeln, zu korrelieren und auszuwerten, um fundierte Entscheidungen schnell treffen und Folgeprozesse einleiten zu können. Nur Unternehmen, die diese Fähigkeiten vereinen können, werden in der Lage sein, maximalen Mehrwert aus der Innovation des Internets der Dinge zu ziehen“, erklärt Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland.

„Dazu bietet die Software AG mit der Digital Business Platform (DBP) eine Systemumgebung an, die mit vorgefertigten Komponenten in der Lage ist, Informationen über System- und Organisationsgrenzen hinweg zu integrieren. Mit In-Memory und Streaming Analytics Technologien der Software AG ist es möglich, Daten und Geschäftsprozesse in Echtzeit zu analysieren. Das Internet der Dinge wird damit auch die Kundenerfahrung revolutionieren. Die Technologie ist da, nun gilt es diese in der Praxis einzusetzen.“

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