Verbraucher bevorzugen digitale Services ihrer Hausbank

CGI hat die Ergebnisse seiner diesjährigen Verbraucherumfrage zu digitalen Finanzservices veröffentlicht. Die Umfrage "FinTech Disruption in Financial Services” analysiert, welchen Wert Verbraucher einem breiten Angebot digitaler Bankenservices, dem Bekanntheitsgrad und dem Portfolio der verschiedenen Anbieter beimessen.

Die Banken sehen sich aktuell mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert, etwa mit sogenannten Financial-Technology (FinTech)-Wettbewerbern, die auf Kunden, Produkte und Umsätze von Banken abzielen. Bankmanager beobachten diesen Trend sehr genau.

In CGIs 2016 Global 1000 Outlook Report, für den weltweit persönliche Interviews mit Führungskräften aus den Fachbereichen und der IT durchgeführt wurden, nannten die Bankmanager die beschleunigte Transformation der Finanzbranche als wichtigstes Anliegen, um die steigenden Anforderungen bewältigen zu können, die von einem intensiven Wettbewerb, von Kunden und Regulierungsbehörden ausgehen.

Um die Diskussionen über die disruptive Rolle von FinTechs bei der Neugestaltung der Bankenbranche zu ergänzen, bringt die jüngste Umfrage von CGI die Perspektive der Verbraucher in die aktuelle Debatte ein.

CGI befragte 1.670 Verbraucher in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, Singapur und Australien und untersuchte zwölf führende Servicekonzepte von FinTechs, einschließlich des verstärkten Schutzes der digitalen Identität, der Betrugserkennung, der Bereitstellung eines umfassenden persönlichen Finanzmanagements, des mobilen Bezahlens und des Einsatzes weitergehender personalisierter, digitaler Erlebnisse in der Interaktion.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Mehr als 75 % der Verbraucher wollen neue digitale Services bevorzugt von ihrer aktuellen Hausbank oder einem anderen etablierten Institut anstatt von einem FinTech-Anbieter einsetzen.
  • Für 87 % der Befragten spielt der verstärkte Schutz ihrer digitalen Identität eine wichtige Rolle; 83 % haben sich schon mit dem Angebot beschäftigt und 52 % planen die konkrete Nutzung.
  • 61 % der Verbraucher nannten das persönliche Finanzmanagement – einschließlich der Möglichkeit, alle persönlichen Finanzinformationen an einem Ort vorzufinden – als einen hochgeschätzten Service; 63 % wissen um diesen Service und 37 % planen die Nutzung.
  • Für 51 % der Befragten ist mobiles Bezahlen ein wichtiger Service; 94 % ist ein solches Angebot bekannt und 53 % planen die Nutzung eines solchen Dienstes.
  • Mangelndes Vertrauen in die Sicherheit eines Anbieters wurde als größtes Hindernis bei digitalen Einkäufen genannt, unmittelbar gefolgt von einer vermeintlichen Komplexität der heutigen Angebote und der Angst vor eventuellen Risiken.

"Etablierte Banken sind noch gut positioniert, um auf der Basis ihrer vertrauensvollen, langfristigen Kundenbeziehungen neue digitale Finanzservices anbieten zu können. Durch Kooperationen mit FinTechs können sie schneller vorankommen. Aus Gesprächen im Rahmen der CGI-Global-1000-Kundenumfrage wissen wir, dass dies einer der am meisten verbreiteten Ansätze ist, mit dem Banken die steigenden Kundenerwartungen hinsichtlich verbesserter, personalisierter digitaler Services erfüllen wollen", sagt Thomas Fydrich, Vice President und Head of Public & Private Banks bei CGI in Deutschland.

"Es bleibt allerdings noch einiges zu tun, um die empfundene Komplexität der digitalen Services für die Nutzer zu reduzieren und zu vereinfachen. Auf der anderen Seite müssen die neuen Markteilnehmer die Vorbehalte der Kunden überwinden und deren Vertrauen gewinnen. Partnerschaften mit Banken bieten eine gute Lösung, um diese Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen."

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