Gemalto Umfrage zur Sicherheit von IoT-Geräten

Gemalto hat im Rahmen einer internationalen Befragung 10.500 Anwender und 1.050 IT-Entscheider nach ihrer Meinung zum Thema IoT befragt. Dabei zeigte sich, dass 90 Prozent der Verbraucher kein Vertrauen in die Sicherheit von IoT (Internet of Things) haben.

Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass zwei Drittel der User und fast 80 Prozent aller Organisationen der Meinung sind, dass Regierungen Sicherheitsvorschriften für das IoT festlegen sollten.

IoT-Sicherheit – Der aktuelle Stand
Am meisten fürchten sich die Verbraucher davor, dass Hacker die Kontrolle über ihre Geräte übernehmen könnten (angeführt von zwei Dritteln der Befragten). Tatsächlich wurde dies als schlimmer eingestuft als eine mögliche Preisgabe von Daten (60 Prozent) und Cyberkriminelle, die auf private Informationen zugreifen (54 Prozent).

Obgleich mehr als die Hälfte der Verbraucher (54 Prozent) ein IoT-Gerät besitzt, sind nur 14 Prozent der Ansicht, dass sie im Hinblick auf die Sicherheit dieser Geräte genau Bescheid wissen. Dies zeigt, dass sowohl Anwender als auch Unternehmen diesbezüglich besser informiert werden müssen.

Im Bezug auf Investionen beim Thema Sicherheit zeigt die Umfrage, dass IoT-Gerätehersteller und -Serviceanbieter lediglich 11 Prozent ihres gesamten IoT-Budgets in die Sicherheit ihrer Devices investieren. Der Studie zufolge sind sich die Hersteller und Dienstleister bewusst, wie wichtig der Schutz der Geräte und der Daten ist, die diese generieren oder übertragen.

Die Hälfte der Unternehmen hat das „Security by Design“ Prinzip eingeführt. Dabei findet das Thema Datenschutz bereits in der Entwurfsphase des Softwareentwicklungsprozesses Berücksichtigung.

Zwei Drittel (67 Prozent) der Firmen geben an, dass Verschlüsselung ihr wichtigstes Verfahren zu Sicherung der IoT-Geräte ist. Dabei verschlüsseln 62 Prozent die Daten, sobald sie auf ihren IoT-Geräten empfangen werden, und 59 Prozent verschlüsseln die Daten, sobald sie gesendet werden.

92 Prozent der Organisationen stellten nach der Einführung von IoT-Sicherheitsvorkehrungen fest, dass sowohl ihr Absatz als auch die Nutzung ihrer Produkte gestiegen sind.

Wachsende Unterstützung für IoT-Sicherheitsvorschriften
Der Umfrage zufolge befürworten Unternehmen Vorschriften, die klar machen, wer für die Sicherheit von IoT-Geräten und Daten zu jedem Zeitpunkt vom Entwicklungsprozess bis zum Endprodukt verantwortlich ist (61 Prozent) und welche Folgen eine Nichteinhaltung hat (55 Prozent).

Tatsächlich sind nahezu alle Unternehmen (96 Prozent) und Verbraucher (90 Prozent) an staatlich verordneten IoT-Sicherheitsvorschriften interessiert.

Fehlende End-to-End-Kapazitäten führen zu Partnerschaften
Unternehmen erkennen, dass sie Unterstützung benötigen, um die IoT-Technologie zu verstehen. Sie wenden sich daher an Partner, die Hilfestellung geben können. Dabei sind die Anbieter von Cloud-Diensten (52 Prozent) und IoT-Diensten (50 Prozent) die bevorzugte Wahl.

Auf die Fragen nach Gründen wurde vor allem mit fehlender Erfahrung und fehlenden Kenntnissen (47 Prozent) geantwortet, gefolgt von Unterstützungsbedarf, um den IoT-Einsatz zu vereinfachen und zu beschleunigen (46 Prozent).

Kooperationen sind wichtig, allerdings bemerken Unternehmen, dass sie während der Übertragung von Partner zu Partner keine vollständige Kontrolle über die Daten, die von den IoT-Produkten oder -Diensten gesammelt werden, haben.

Das unabhängige Marktforschungsinstitute Vanson Bourne hat 1.050 IT-Entscheider und 10.500 Anwender in den USA, UK, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Australien, Brasilien, Benelux, im Nahen Osten und Südafrika für Gemalto zum Thema IoT befragt. Die Unternehmen hatten mindestens 250 Mitarbeiter. Die Befragung wurde im Juli 2017 telefonisch durchgeführt

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