ARD und ZDF nutzten zur Fußball-WM für Live- und On-Demand Streaming die Media-Delivery-Lösungen von Akamai

Wie bereits zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi haben ARD und ZDF auch von der Fußball-WM in Brasilien über die Akamai Intelligent Platform gestreamt. Betrieb und Support erfolgte über den Akamai-Partner Geißendörfer & Leschinsky GmbH.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat die ganze Nation begeistert und fasziniert. Fußball-Deutschland verfolgte die Spiele und Berichte nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Internet. Um für ihre Zuschauer höchst zuverlässig live und on-demand Online-Videos bereitzustellen, haben sich ARD und ZDF – wie schon bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi – auf die Akamai Intelligent Platform verlassen.

Wer kein TV-Gerät verfügbar hatte, konnte so die Spiele live oder auch als Aufzeichnung per Stream aus dem Internet anschauen. Die hohe Nachfrage nach Video-Streams während der WM lässt sich schon allein mit der deutlich höheren verfügbaren Bandbreite in Deutschland erklären. Zum Vergleich: Im Sommer 2010 verfügte erst ein Drittel der Anschlüsse in Deutschland über eine Bandbreite von mehr als 4 Mbps; den letzten verfügbaren Zahlen (Q1 2014) zufolge sind es mittlerweile mehr als drei Viertel. Die maximale Verbindungsgeschwindigkeit ist in den letzten Jahren von 13,7 Mbps auf 35,4 Mbps gestiegen.

Für die Implementierung der Streams bei Akamai war der Akamai-Partner G&L verantwortlich. G&L verfügt über langjährige Erfahrungen beim Streaming von Groß-Events wie Fußball-Weltmeisterschaften sowie olympischen Spielen und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt für ARD und ZDF. Zusätzlich zum Support, den ARD und ZDF von G&L bekommen, haben die Sender einen On-Call-Support gebucht. So hatte das Team der Sender einen direkten Zugang zum Akamai-Support.

Die ARD startete zur Fußball-WM mit ihrem Angebot "WM Live". Unter www.sportschau.de wurden die Live- und On-Demand-Streams der Spiele sowie der DFB-Pressekonferenzen übertragen. Für Nutzer, die die Streams mit ihrem Smartphone abrufen wollten, standen kostenlose Apps für iOS und Android zur Verfügung.

Im ZDF gab es die Streams unter www.sport.zdf.de. Da sich ARD und ZDF nur die Übertragungsrechte für Deutschland gesichert hatten, waren die Streams lediglich mit einer deutschen IP-Adresse zugänglich. Umgesetzt wurde diese Anforderung mit der Akamai-Lösung Content Targeting.

Folgende Partien haben für einen spürbaren Peak bei den übertragenen Datenvolumina geführt:
- Deutschland – Portugal am 16. Juni: 1,1 Tbps
- Argentinien – Niederlande am 9. Juli: 972,6 Gbps
- Spanien – Chile am 18. Juni: 965,16 Gbps
- Deutschland – Ghana am 21. Juni: 964,4 Gbps
- Deutschland – Frankreich am 4. Juli: 951,33 Gbps

Als technische Infrastruktur für das Live- und On-Demand-Streaming kam die Akamai Intelligent Platform zum Einsatz, auf der die eigentliche Lösung zur Bereitstellung der Online-Videos aufsetzte. Akamai Media Delivery unterstützte eine Vielzahl von Player-Plattformen, einschließlich Flash, iOS sowie HTML5.

Über Media Analytics erfolgte eine Überwachung der Servicequalität, auch bei der Betrachtung der Streams auf mobilen Endgeräten. Im Turnierverlauf wurden 17 % aller Streams auf Smartphones und Tablets abgerufen.

Mit den Akamai Site Acceleration Services konnten die Websites von ARD und ZDF sicher, schnell und zuverlässig betrieben werden – auch bei einem hohen Zuschaueransturm.

"Akamai verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der Übertragung der Fußball-WM und anderer sportlicher Großereignisse. So markierten die olympischen Spiele in Sotschi das zehnjährige Jubiläum, seit Akamai Broadcaster bei der Übertragung der Wettbewerbe unterstützt", sagt Michael Heuer, Vice President DACH bei Akamai in München.

"Die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Akamai Intelligent Platform spielt eine entscheidende Rolle, damit die unterschiedlichsten Zielgruppen – auf welchem Endgerät auch immer – Sport-Events wie die Fußball-WM uneingeschränkt genießen können."

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