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Europäische Kunden fordern offene Videotelefonie

Laut einer neuen Cisco-Studie sehen es 85% Prozent der europäischen Konsumenten für sich persönlich als wichtig an, dass Technologien für die Videokommunikation für beruflich und privat genutzte Dienste interoperabel sind.

Als klares Signal für die Branche möchten 86 Prozent - 70 Prozent nachdrücklich -, dass sich Unternehmen auf einen Standard einigen, damit Software und Geräte - inklusive Programme wie Skype, Facetime oder Google Chat - miteinander funktionieren. Doch im Gegensatz zu herkömmlichen Telefonaten und E-Mails gibt es noch keine durchgehende Interoperabilität zwischen den Video-Systemen, obwohl die Nutzung von Video-Anrufen stetig wächst.

Offene Standards
Europäische Konsumenten scheinen einen sehr großen Bedarf an Video-zu-Video-Kommunikation zu besitzen. So fordern 84 Prozent der Befragten, dass Video-Calls so einfach sein sollen wie herkömmliche Telefonate. Obwohl dies noch nicht der Fall ist, sagen fast 40 Prozent, dass sie wahrscheinlich in den nächsten zwölf Monaten häufiger Videotechnologie nutzen werden. Nur 4 Prozent erwarten, weniger Videotelefonate zu führen.

Verbraucher sind sogar noch deutlicher in ihrer Forderung, dass zwei Geräte oder Programme von verschiedenen Unternehmen miteinander funktionieren sollen - eine Funktion, die als Interoperabilität bekannt ist. Nicht weniger als 81 Prozent sagen, dass dies extrem wichtig für ihre Nutzung von Videokommunikation ist - ein eindeutiger Hinweis, dass Konsumenten wenig Toleranz für mögliche Störungen haben, die durch fehlende Interoperabilität verursacht werden.

Insbesondere glauben 79 Prozent der Verbraucher, dass die Entscheidung von Microsoft gegen die Öffnung der Skype Videotechnologie aufgrund seiner Bedeutung im Markt falsch ist. 72 Prozent meinen, Microsofts Entscheidung gegen die Interoperabilität von Skype sei unfair für die Kunden. So haben in der aktuellen Umfrage 79 Prozent der europäischen Konsumenten gefordert, dass Skype mit anderen Videotechnologien funktionieren soll, 63 Prozent sogar nachdrücklich.

Hintergrund:
Die Wachstumsraten der Videonutzung durch Konsumenten, Behörden und Unternehmen sind beeindruckend. Gemäß dem Cisco Visual Networking Index werden in nur drei Jahren jede Sekunde eine Million Videominuten, das entspricht 674 Tagen, im Internet übertragen. Auch die Nutzung der Dienste nimmt zu: Am 27. Februar 2012 haben bereits 34 Millionen Menschen gleichzeitig über Skype kommuniziert.

Cisco TelePresence und viele andere Produkte zur Videokommunikation nutzen bereits das gleiche standardbasierte Übertragungsformat. Einige der beliebtesten Videotelefondienste für Konsumenten wie Microsoft Skype verwenden dagegen proprietäre Formate. Damit können dessen 600 Millionen Nutzer nicht mit Nutzern anderer Lösungen kommunizieren. So sind sie auch nicht durch Video-Angebote von Unternehmen oder Institutionen, etwa zur Weiterbildung oder für die Gesundheit, zu erreichen.

Cisco setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass Videokommunikation auf offenen Standardtechnologien basiert, die von entsprechenden in der Branche akzeptierten Gremien beschlossen werden. Damit kann jeder interoperable Lösungen entwickeln, deren Basis nicht von einem Anbieter kontrolliert wird. Dies ist auch im Sinne der Verbraucher.

„Da Video das attraktivste Medium ist, steigt dessen Verwendung exponentiell an", sagt Chris Dedicoat, President, Cisco Europe, Middle East, Africa, Russia. „Als Anbieter müssen wir branchenweit gültige, offene Standards entwickeln, wie wir es bereits bei Telefon, Internet und E-Mail verwirklicht haben. Nur dann können wir von den wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen dieser Technologie profitieren."

Weitere Umfrageergebnisse
Die Umfrage wurde von Purple Strategies im Auftrag von Cisco unter 1.873 Konsumenten durchgeführt. Den größten Vorteil von Video-Calls sehen die Nutzer darin, dass sie von Angesicht zu Angesicht mit Freunden und Familienmitgliedern weltweit sprechen können. Sie erwarten aber auch Vorteile in anderen Bereichen wie im Gesundheitswesen, der Aus- und Weiterbildung oder im Arbeitsleben.

80 Prozent sehen Videotelefonate als eine wichtige Möglichkeit für Patienten in ländlichen Gebieten, direkt mit einem Arzt in der Stadt zu sprechen. 69 Prozent glauben, dass Lehrer mit dieser Technologie Vorträge halten oder interaktiven Klassenunterricht in Echtzeit geben können.

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