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Neue Polycom Studie zum Thema Videokomunikation

Polycom veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer globalen Studie zum Thema Video Collaboration. Die Studie untersucht, wie und wofür Unternehmen aktuell Videokonferenzen nutzen. Befragt wurden 800 kleine, mittlere und große Unternehmen aus über 80 Ländern weltweit, die bereits Video einsetzen.

Die wichtigsten Ergebnisse:Von den Befragten, die regelmäßig Video nutzen, arbeiten über 90 Prozent damit produktiver und die Zusammenarbeit im Team funktioniert besser. Zudem sinken Reisekosten und andere Ausgaben. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, dass die Einsparungen direkt auf schnellere Entscheidungsprozesse und eine bessere Work-Life-Balance bei den Angestellten zurückzuführen sind.

Anwendungshindernisse
Trotz dieser Vorteile, die Video Collaboration heute schon Unternehmen bringt, zeigt die Studie: Es gibt immer noch einige Hindernisse für den großflächigen Einsatz von Video. Hauptsächlich sind das schlechte Erfahrungen aus den Anfangszeiten von Video Collaboration wie schwierige Bedienbarkeit oder schlechte Qualität.

Diese Probleme haben sich in der Wahrnehmung vieler Nutzer festgesetzt und halten sich hartnäckig, obwohl moderne Videolösungen sie längst gelöst haben. Ebenso hält sich das Vorurteil hartnäckig, dass Video immer noch ausschließlich dem Management vorbehalten ist.

Die Hauptgründe, die eine weitere Ausbreitung von Video behindern, sind:

  • Beschränkte Anwendung: Zu Beginn waren Videokonferenzen teuer und daher meist der Management-Ebene vorbehalten. Mittlereile nutzt zwar eine breitere Schicht von Mitarbeitern Video, allerdings größtenteils nur für interne Meetings. Für Meetings mit externen Kunden oder Partnern sowie in anderen Bereichen, wie z.B. beim Recruiting, in der Produktentwicklung oder im Kundenservice, könnte Video Geschäftsprozesse deutlich beschleunigen, wird aber noch wenig genutzt.
  • Video nur fürs Management: Wenngleich sich Video ausgebreitet hat, wird es immer noch am meisten von der Führungsetage und dem Management genutzt. Hier sind Führungskräfte gefragt, die Nutzung von Video in der breiten Belegschaft weiter voranzutreiben.
  • Verfügbarkeit: In vielen der befragten Unternehmen steht Video nicht flächendeckend zur Verfügung, obwohl es mittlerweile viele Lösungen gibt, die Video einfach und kostengünstig in ausreichender Qualität auch für Multi-Party-Konferenzen auf dem Desktop ermöglichen.
  • Qualität und Handhabung: Unzuverlässig, schwierig in der Bedienung und nicht mit anderen Systemen kompatibel – soweit oft noch die gängige Meinung über Videokonferenzen. Obwohl moderne Lösungen dem längst mit Standardisierungen und verbesserten Systemen entgegenwirken, bleiben die Vorurteile bestehen.
  • Scheu vor der Kamera: Traditionell waren Videomeetings immer formeller und „steifer“ als z.B. ein einfaches Telefongespräch oder eine E-Mail. Das, sowie der Unwille, über eine Kamera sichtbar zu sein, hindert Mitarbeiter teilweise noch an der Nutzung von Video.

„Der Wert der meisten Technologien zur Vernetzung steigt überproportional an, je mehr Nutzer sich miteinander verbinden”, sagt Rob Bamforth, Research and Analysis House Quocirca. „Videokonferenzen sind da keine Ausnahme. Darüber hinaus steigen mit der erhöhten Nutzung auch die Vertrautheit und der Komfort im Umgang mit der Lösung. Die Förderung von Videokommunikation scheint demnach nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Mitarbeitern zugute zu kommen.“

Wenn Unternehmen das volle Potential von Videokollaboration ausschöpfen wollen, müssen sie ihre Mitarbeiter davon überzeugen, dass Video längst nicht mehr schwierig in der Anwendung ist. Moderne Lösungen sind nutzerfreundlich und intuitiv zu bedienen. Zudem sollten Unternehmen die Verfügbarkeit von Video erhöhen: Ein Drittel der Befragten gab an, das besserer Zugang zu Videolösungen deren Nutzung erhöhen würde – beispielsweise auf mobilen Geräten.

45 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets an Videomeetings teilzunehmen. 35 Prozent der Digital Natives (25 Jahre oder jünger) nutzen Video häufig und von überall. Diese Zahlen werden mit der weiteren Zunahme an mobilen Geräten und Trends wie BYOD weiter steigen und Unternehmen sollten sich darauf einstellen.

„Die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert sich. Trends wie erhöhte Mobilität, BYOD, soziale Netzwerke und Collaboration Lösungen wie Video Conferencing zwingen Unternehmen dazu, ihre traditionellen Büroausstattung zu überdenken,“ sagt Jim Kruger, Chief Marketing Officer bei Polycom. „Wir sehen den messbaren Nutzen von Video – aber nur wenige Organisationen weltweit setzen Video bisher regelmäßig ein. Im Hinblick darauf zeigt unsere Studie das große Potential, das in der Videokommunikation in jeder Arbeitsumgebung steckt.”

Video Collaboration bringt messbare Vorteile für Organisationen jeder Region und Branche – laut der Umfrage von Polycom und Quocirca sind das unter anderem verbesserte Produktivität und finanzielle Einsparungen.

Die wichtigsten Ergebnisse aus EMEA im Überblick:

  • Über 90% der Unternehmen in EMEA nehmen an Videomeetings über eine Raumlösung teil.
  • Bereits 45% der Unternehmen in EMEA nutzen mobile Videolösungen
  • Knapp 66% nutzen virtuelle Meetingräume, um sich zu verbinden —das ist die höchste Zahl im Vergleich zu Nordamerika und APAC
  • Von den Unternehmen in EMEA gaben nur 37% an, dass sie IT Unterstützung für zwischen 1% - 25% der Video Calls benötigen – obwohl die Schwierigkeit in der Bedienung immer noch der Hauptgrund ist, Video nicht zu nutzen
  • Die Einsparung von Reisekosten ist immer noch der wichtigste Vorteil von Videokommunikation in EMEA: für 98% hat das „mittlere bis hohe Priorität“
  • 71% der Befragten in EMEA gaben an, dass die Nutzung von Video im Arbeitsalltag zunimmt

Ziel der Studie von Quocirca:
Der Bericht soll Organisationen, die Video bereits einsetzen, eine Vergleichsmöglichkeit ihrer Videokultur mit der anderer Organisationen an die Hand geben. Er soll ihnen zudem als Leitfaden dienen, der zeigt, wie sie anhand von sechs Schlüsselkriterien die Nutzung von Video erhöhen und so einen Mehrwert schaffen können. Organisationen, die überlegen, in Videotechnologie zu investieren, können mithilfe des Berichts sehen, wie sie von Beginn an die Nutzung fördern und so den Wert der Technologie für ihr Unternehmen maximieren können.

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